Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
Gold bringt keine Zinsen. Wer Gold hält, verzichtet auf den Ertrag einer sicheren Anleihe; dieser Verzicht heißt Opportunitätskosten. Am besten misst ihn der Realzins, also die Rendite nach Inflation. Für den Goldmarkt wird meist die Rendite zehnjähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen (TIPS) verwendet, weil Gold in Dollar gehandelt wird.
Steigt der Realzins, wird Gold relativ unattraktiver, und der Preis gerät oft unter Druck. Fällt er, etwa weil Notenbanken die Zinsen senken oder die Inflation anzieht, profitiert Gold. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Zusammenhang gelockert: Gold stieg 2023 bis 2025 trotz hoher Realzinsen, getragen von Notenbankkäufen.
Viele Bankprognosen für 2027 setzen darauf, dass die US-Notenbank die Zinsen senkt und der Realzins fällt. Steigt er stattdessen weiter, nennen die Häuser das als größtes Risiko für ihre Ziele.
Gemessener Zusammenhang mit Gold
Von Januar 2003 bis September 2026 beträgt die Korrelation der monatlichen Veränderungen mit dem Goldpreis in Dollar -0,46 (284 Monate). Das ist ein mittlerer gegenläufiger Zusammenhang.
Goldpreis zum Vergleich
Keine Anlageberatung. Prognosen sind Einschätzungen Dritter und können deutlich danebenliegen.
Quellen und Stand
Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
Zusammenstellung, Rechenkern und Pflege: Redaktion Gold-Prognose.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.