Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
Seit 2022 kaufen Zentralbanken deutlich mehr Gold als im Jahrzehnt davor. Als Gründe gelten der Wunsch, Reserven unabhängiger vom US-Dollar zu machen, und das Einfrieren russischer Devisenreserven nach dem Angriff auf die Ukraine. Käufer sind vor allem Notenbanken aus Schwellenländern, darunter Polen, China, die Türkei und Indien.
Notenbankkäufe gelten in vielen Bankprognosen als wichtigste Stütze des Goldpreises für 2027. Die Zahlen sind allerdings unvollständig: Nicht alle Käufe werden gemeldet, und das World Gold Council schätzt einen Teil. Quartalswerte werden zudem oft deutlich revidiert, wie das erste Quartal 2026 zeigt.
| Zeitraum | Tonnen |
|---|---|
| Q2 2026 | 289 t |
| Q1 2026 (revidiert) | 57 t |
| Q2 2025 | 178 t |
| 1. Halbjahr 2026 | 345 t |
| 1. Halbjahr 2022 | 241 t |
| Notenbank | Tonnen |
|---|---|
| Narodowy Bank Polski (Polen) | 51 t |
| People's Bank of China | 33 t |
| Zentralbank Usbekistan | 16 t |
| Nationalbank Kasachstan | 15 t |
| Zentralbank Jordanien | 6 t |
| Tschechische Nationalbank | 6 t |
Goldman Sachs schätzt die Käufe des öffentlichen Sektors auf rund 90 Tonnen im Monat, gegenüber durchschnittlich 17 Tonnen vor 2022. (Quelle, 23.09.2026)
Goldpreis zum Vergleich
Keine Anlageberatung. Prognosen sind Einschätzungen Dritter und können deutlich danebenliegen.
Quellen und Stand
Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
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