Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
Wie der Vergleich funktioniert
Für jedes Jahr bildet der Rechner den Durchschnitt der Monatspreise für eine Unze Gold in Euro und den Durchschnitt des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HICP) für Deutschland, den Eurostat veröffentlicht. Das Verhältnis zwischen Start- und Endjahr ergibt jeweils einen Faktor. Liegt der Goldfaktor über dem Preisfaktor, hat Gold real an Wert gewonnen.
Der HICP ist der europaweit vergleichbare Index, den auch die EZB für ihr Inflationsziel nutzt. Er weicht in einzelnen Jahren leicht vom nationalen Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts ab.
Was die Daten zeigen und was nicht
Über lange Zeiträume seit 1996 lag Gold in Euro deutlich vor der Inflation. Über kürzere Zeiträume sieht das anders aus: Wer 2011 oder 2012 auf dem damaligen Hoch gekauft hat, lag einige Jahre real im Minus. Gold schwankt viel stärker als die Preise im Supermarkt; als Schutz vor Inflation funktioniert es deshalb eher über Jahrzehnte als über Monate.
Nicht enthalten sind Kauf- und Verkaufskosten sowie Lagerkosten. Wer Gold innerhalb eines Jahres wieder verkauft, muss zudem Steuern einrechnen.
Beispielrechnungen
| Zeitraum (10.000 €) | In Gold | Kaufkraft erhalten | Real |
|---|---|---|---|
| 1999 bis 2009 | 26.689 € | 11.771 € | +126,7 % |
| 2011 bis 2015 | 9.268 € | 10.531 € | −12,0 % |
| 2012 bis 2019 | 9.584 € | 10.873 € | −11,9 % |
| 2015 bis 2025 | 29.048 € | 13.191 € | +120,2 % |
| 2020 bis 2025 | 19.608 € | 12.462 € | +57,3 % |
Häufige Fragen
Ist Gold ein Inflationsschutz?
Langfristig hat Gold in Euro die Inflation in Deutschland seit 1996 übertroffen. Kurzfristig gab es lange Phasen, in denen Gold real verloren hat. Ein verlässlicher Schutz für jeden Zeitraum ist Gold nicht.
Warum beginnt die Reihe 1996?
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HICP) wird von Eurostat ab Januar 1996 veröffentlicht. Für frühere Jahre würde eine andere Reihe benötigt, die nicht direkt vergleichbar ist.
Was bedeutet realer Wertzuwachs?
Der reale Wertzuwachs ist der Zuwachs nach Abzug der Inflation. Wächst Gold um 50 Prozent und steigen die Preise um 30 Prozent, liegt der reale Zuwachs bei 1,5 ÷ 1,3 − 1, also rund 15 Prozent.
Keine Anlageberatung
Diese Seite stellt Daten und öffentlich berichtete Einschätzungen zusammen. Sie gibt keine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Gold und ersetzt keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung. Der Goldpreis schwankt stark: Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Monatsdurchschnitt der letzten zwölf Monate lagen 22 %.
Quellen und Stand
Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
- Eurostat: HICP Deutschland (prc_hicp_minr)
- Weltbank: Commodity Price Data (Pink Sheet)
- EZB: Referenzkurse
Zusammenstellung, Rechenkern und Pflege: Redaktion Gold-Prognose.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.